Meine Überarbeitung ist fast abgeschlossen, und seit einigen Wochen läuft http://www.astropeiler.de unter Drupal. Es fehlen noch einige Kleinigkeiten, und natürlich kann man am Inhalt immer weiter arbeiten, aber an sich ist die Seite und damit meine erste Webseite mit professionellen Anforderungen fertig.
Ich muss aber zugeben, dass ich den anfänglichen Aufwand für die Änderungen unterschätzt habe. Falls jemand mal eine solche mittelgroße Webseite auf ein CMS umziehen will (oder im Rahmen eines Hiwijobs muss), habe ich hier mal Dinge notiert, die ich bei dieser Aktion gelernt habe.
Welches CMS soll ich nehmen?
Diese Frage steht beim Umzug ja ganz am Anfang und frisst gleich nach dem Projektstart viel Zeit. Kaum ein CMS hat eine wirklich ehrliche, umfassende Selbstbewertung auf seiner Webseite, so dass man ums Ausprobieren kaum herumkommt. Eine gewisse Hilfe sind dabei Livedemos, aber Testinstallationen auf dem eigenen Webspace sind unerlässlich.
Mein Fazit zu dieser Frage: Jedes CMS macht irgendwann irgendwie Stress. Es ist deshalb nicht so wichtig, ein CMS zu finden, das "out of the box" optimal für die Aufgabe geeignet ist. Es sollte vielmehr ein großes, schon lange aktives System mit einer soliden Community, die Updates und Sicherheitsüberprüfungen sicherstellt, sein. So ein System hat wahrscheinlich noch einige Jahre vor sich, und bei großen Systemen ist es einfach, Unterstützung und Literatur zu bekommen.
Welcher Hoster?
Für eher kleine Seiten ist ein Hostingvertrag (statt eines eigenen Servers) meistens ausreichend. Ich finde es mittlerweile sehr wichtig, per ssh direkten Zugang auf den Rechner zu bekommen. Daneben sind IMAP-Mailkonten mit ausreichend Speicherplatz sinnvoll, vor allem, wenn mehrere Leute das System nutzen wollen. Viele CMS verlangen derzeit eine PHP-Installation, die nicht im sog. safe mode läuft. Das schränkt den Markt schon recht stark ein -- nach einigem Suchen habe ich mich, wie für meine privaten Seiten, für TMKIS entschieden.
Wer etwas größeres vor hat, findet bei Isotopp einen nützlichen Artikel über die Auslegung von Datenbankservern.
Testseite aufsetzen
Damit man nicht alle Änderungen "live" ausprobieren muss, sollte man eine möglichst identische Seite unter einer anderen URL erstellen, dort experimentieren und die ausgetesteten Änderungen dann auf die "richtige" Seite übertragen.
Layout gut planen
Das Layout sollte man sich (auch wenn das als Aushilfe schwer sein kann) nicht von einem Grafiker vorgeben lassen, sondern von der logischen Seitenstruktur ausgehend ein möglichst "robustes" Layout erstellen. Wichtige Punkte (neben der selbstverständlichen Forderung nach validem HTML und CSS):
- Bei der Änderung von Schriftgrößen sollten Texte nicht ineinanderlaufen.
- Breite Bilder "sprengen" CSS-Boxen. Hier muss man evtl. auf Tabellenlayouts zurückgreifen.
- "Graceful degradation" ist wirklich wichtig. Je nach Art der Seite sollte man auch auf mobilen Browsern und mit Textbrowsern testen.

