Weil ich mir, was das regelmäßige Verfassen von Blogeinträgen angeht, zu Recht mißtraue, habe ich ja jetzt endlich Spurl und Wordpress so weit verknüpft, dass neue Lesezeichen in bestimmten Kategorien sofort als Entwurf hier im Blog auftauchen und ich sie nur noch abschicken muss. Damit hätte sogar ich drei oder vier Posts pro Woche hinbekommen.
Irgendwie klar, dass so ein System gleich zu Anfang ausfallen muss, oder? Na ja. Dann bloggen wir halt von Hand.
Vielleicht wäre das mit Xanadu wirklich nicht passiert. Xanadu ist der Projektname eines schon 1960 angedachten Hypertextsystems, das aus den unterschiedlichsten Gründen (zu hohe Erwartungen, zu wenig Geld, überraschende Probleme mit der Weltrevolution) bis heute Vaporware blieb.
Bei Recherchen zu einem Nebenfachseminar zum Thema "Hypertextualität" bin ich über einen Artikel in den Archiven von Wired gestolpert, der diese fast tragische Geschichte wunderbar erzählt: The curse of Xanadu von Gary Wolf. Weil Wolf etwas zusammenhängender als der Protagonist von Xanadu schreiben kann, sollte man sich vor den "offiziellen" Webseiten diesen Artikel zu Gemüte führen, er ist ähnlich interessant wie der berühmte As We May Think von Vannevar Bush.
